«Das ganze leben»

... ist der Wahlspruch, der unser Logo begleitet und der sich, je nach Lesart, anders verstehen lässt. Wir wollen Mut machen, «das Ganze (Leben zu) leben». Denn wir sind der Überzeugung, dass auch der letzte Abschnitt des Lebens zum Menschsein gehört und eine Persönlichkeit weiter reifen lässt. Viele Ehrenamtliche mit Erfahrung bestätigen diesen Effekt: Hospizarbeit ist Lebensschule für alle Beteiligten. Wer hier einbezogen ist, Begleiter wie auch Angehörige, lernt Abschiede zu verarbeiten und das eigene Leben intensiver und bewusster zu leben.

     Der Satz spiegelt gleichzeitig die Breite des geplanten Angebots wider: Im Hospiz Zentralschweiz soll «das ganze Leben» Platz haben, Freude ebenso wie Trauer, die auch der Sterbende zu bewältigen hat; Zorn, Hilflosigkeit und Angst. Wir wollen dem etwas entgegensetzen: Sicherheit, Geborgenheit, Gehörtwerden, medizinisch-pflegerische wie auch seelisch-existenzielle Begleitung und Unterstützung, für den Bewohner wie auch seine Angehörigen. Alles, was für diesen Menschen dazu gehört, dass er sich heimisch und getragen fühlt – bis zu seinem treuen Begleiter auf vier Pfoten – soll in diesem Haus Platz haben.

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Film-Matinee

15.10.2017 – 11.00 Uhr im stattkino Luzern

Das Hospiz Zentralschweiz organisiert eine Veranstaltung anlässlich des Internationalen Hospiztags: Am Sonntag, 15. Oktober 2017, laden wir um 11.00 Uhr zu einer Matinee mit dem Film „Blaubeerblau" ein, der im stattkino Luzern gezeigt wird. „Blaubeerblau ist ein Film über das Sterben, der Lust aufs Leben machen möchte." So umschreibt Drehbuchautorin Beate Langmaack die Kombination von weit verbreitet empfundener Schwere des Themas und einer doch erstaunlichen Leichtigkeit in der Erzählung der Geschichte. Was erwartet Sie? Fritjof, ein schüchterner junger Mann, arbeitet in einem Architekturbüro. Seine Ruhe ist dahin, als seine Chefin ihn beauftragt, das Gebäude eines Hospizes neu zu vermessen. Der Film erzählt eindrucksvoll von Fritjofs anfänglicher Panik vor der Konfrontation mit dem Lebensende und seiner Sprachlosigkeit, davon, wie er sich der Aufgabe stellt und wie die Auseinandersetzung mit den Menschen im Hospiz ihn grundlegend verändert. Was die Begegnungen im Hospiz bei Hinterbliebenen – egal ob Mitarbeitenden oder Angehörigen –auslösen, beschreibt die Drehbuchautorin so: „Sich mit dem Sterben zu befassen heißt, sein Leben noch einmal neu zu begreifen." Auch bei Regisseur Rainer Kaufmann hat die Arbeit an diesem Film und das Ergebnis – ein Film der „komisch und gleichzeitig ernst und traurig" ist –Spuren hinterlassen. Er habe versucht, die Gleichzeitigkeit von Gefühlen darzustellen: „So wie ich das Leben empfinde, widersprüchlich und doch sich fügend." Dank der Leidenschaft und Professionalität aller Beteiligten sei ein Werk von grosser künstlerischer Qualität entstanden. Im Anschluss an den Film informieren Dr. Sibylle Jean-Petit-Matile und Hans Peter Stutz, Geschäftsleiter der Stiftung Hospiz Zentralschweiz, über den Stand der Entwicklungen beim Hospiz Zentralschweiz. Alle Besucher sind schliesslich herzlich eingeladen zum Apéro. Eintritt frei. Mit Ihrer grosszügigen Türkollekte unterstützen Sie den Um- und Neubau des Gebäudes in Luzern/Littau und damit eine möglichst zügige Eröffnung des Hospizes Zentralschweiz.

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